Bilder - Bronzefunde - Berichte

Die neue Ausstellung im Museum Vitlycke nimmt Sie mit auf eine Reise in die Bronzezeit im Welterbe Tanum. Sie lernen dabei einige der früheren Einwohner von Tanum kennen: Akaz, Nenna, Alawin, Glicc und Glär – Personen, die auf der Grundlage archäologischer Funde in Gräbern und Siedlungsplätzen „zum Leben erweckt“ wurden. Mit den Berichten über das Leben und die Abenteuer dieser Personen erhalten Sie einen Einblick in den prähistorischen Alltag hier in Tanum, und Sie brechen auf zu spannenden Reisen nach Europa auf der Jagd nach goldenen Bronzeschätzen.

Die Erzählungen basieren auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber die Geschehnisse sind reine Fiktion. Verbrannte Knochenfunde in einem Grab der Bronzezeit bei Ridareberget in Tanum haben zu der Person des Akaz geführt, einem Großahnen, der auf seinen Reisen nach Europa die Geheimnisse des Bronzegießens erlernte. Seine Nachkommen – Alawin und Nenna – sind gemeinsam in einem Grab in Tanum beigesetzt und erhielten in der Erzählung eine wichtige Rolle, u.a. bei der Anfertigung der großen Vitlycke-Felszeichnungen – sie sind in unserer Erzählung das auf der Felsplatte abgebildete Brautpaar.

Wissen über die Bronzezeit

Auch die Fakten, die der Erzählung über Akaz und seinen Nachkommen zu Grunde liegen, sind Teil unserer Ausstellung. Im Faktenteil mischen sich Informationen über das Leben in Tanum während der Bronzezeit mit Ausblicken nach Skandinavien und die übrige Welt. Wir möchten ein Bild davon vermitteln, wie Landschaft und Gesellschaft aussahen, wie Alltag und festliche Anlässe gestaltet wurden und davon, was die Menschen in Tanum glauben und wussten. Impressionen aus ganz Europa vermitteln ein Bild davon, was gleichzeitig in anderen Teilen der Welt geschah, während die Menschen hier ihre Bilder in die Felsplatten von Bohuslän einritzten.

Die Felszeichnungen

Die Felszeichnungen sind wichtiger Bestandteil der Ausstellung. Wie lassen sich die Bilder der umliegenden Felsplatten des Welterbes interpretieren? Wer fertigte diese Bilder an? Wie und warum wurden sie in die Felsplatten geritzt? Es gibt viele Fragen und noch mehr Antworten, die Bedeutung der Bilder ist auch heute noch in vieler Hinsicht rätselhaft, die Deutungsansätze umso zahlreicher. Andere Fragen lassen sich leichter beantworten: warum verwittern die Bilder heute und was lässt sich dagegen tun? Wie alt sind sie und warum ist diese Altersbestimmung mit so großer Sicherheit möglich?

Bilder, Bronzefunde und Berichte – unsere Ausstellung möchte die Fragen beantworten, die unsere BesucherInnen immer wieder stellen. Der Besuch im Museum Vitlycke vermittelt viele Antworten, und die gesamte Darstellung, bei der wir Fiktion und Fakten zusammenfügen, wird zu einem einzigartigen, ganzheitlichen Erlebnis für die ganze Familie. Es gilt, eine Fülle spannender und teilweise auch lustiger Erkenntnisse in Schaukästen und Vitrinen zu entdecken – und Sie erhalten einen Einblick in eine Lebenswelt, mit der wir doch erstaunlich viel gemeinsam haben und mit der uns natürlich auch vieles trennt – die Welt in Tanum vor dreitausend Jahren.

Ausstellungsfakten

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Museum Västarvet/Vitlycke, dem historischen Institut der Universität Göteborg und der Stiftung für die Dokumentation der Felszeichnungen in Bohuslän.

Bearbeitung der Fakten: Christina Toreld und Hans Lundenmark
Storytelling: Aleka Karageorgopoulos
Illustrationen: Fredrik Dimrå
Rekonstruktion: Neil Burridge
und Peter Petersson
Formgebung: Carroco AB
Mitfinanzierung durch die Stiftung Tordenstiftelsen,
In Site – Europäische Union Interreg

Updated: 2017-02-14 14:04