Bilder aus der Vergangenheit
Die Ausstellung „Bilder aus der Vergangenheit“ erkundet eine vergessene Geschichte anhand des Films „Bronsålder“ und Fotografien aus den Dreharbeiten von 1954. Entdecken Sie, wie Felsbilder vor über 70 Jahren interpretiert und vermittelt wurden – und erleben Sie diese faszinierenden Bilder aus der Vergangenheit, die bis heute Rätsel aufgeben und inspirieren.
Ausgangspunkt der Ausstellung „Bilder aus der Vergangenheit“ ist die Produktion des Films „Bronsålder“. Mithilfe von Film und Fotografie wird gezeigt, wie Felsbilder vor mehr als 70 Jahren interpretiert wurden. Aus dieser Perspektive wird eine vergessene Geschichte sichtbar: wie diese Darstellungen in der Vergangenheit verstanden und vermittelt wurden. Felsbilder sind wahrhaft Bilder aus der Vergangenheit, die weiterhin faszinieren und verblüffen – heute und höchstwahrscheinlich auch in Zukunft.
Die Dreharbeiten von 1954
Im Sommer 1954 reiste eine Gruppe junger Kulturschaffender und Filmbegeisterter aus Göteborg nach Nordbohuslän, um nachts die Felsbilder von Tanum zu filmen. Die Gruppe, angeführt vom Journalisten Lars Krantz, umfasste die Fotografen Andrej Gavrjusjov und Lars Jevbratt. Sie kannten sich aus dem Umfeld der Göteborgs studenters filmstudio. Das Ergebnis war der 12-minütige Kurzfilm „Bronsålder“, der 1955 auf dem Filmfestival in Cannes uraufgeführt wurde und von der Zeitschrift „Folket i bild“ als bester schwedischer Kurzfilm des Jahres ausgezeichnet wurde.
Die Ausstellung „Bronsåldersbild“
Während der Dreharbeiten wurden auch Standbilder der Felsbilder aufgenommen. Diese wurden im Dezember 1954 im „Göteborgs konstmuseum“ unter dem Titel „Bronsåldersbild“ ausgestellt. Später wurden die Fotografien im „Historiska museet in Stockholm“, im Malmö Museum und in mehreren Museen in Deutschland gezeigt.
Film und Fotografie: Eine vergessene Geschichte
Obwohl der Film „Bronsålder“ damals Aufmerksamkeit erregte, hinterließ er nur wenige Spuren in der schwedischen Filmgeschichte und war bis vor Kurzem nicht in digitaler Form verfügbar. Diese Ausstellung rückt die vergessenen filmischen und fotografischen Darstellungen der bohuslänischen Felsbilder ins Licht.
Digitalisierung und Restaurierung
Der Film wurde vom Svenska Filminstitutet digitalisiert und restauriert, und die Standbilder der Ausstellung von 1954 wurden von den Originalnegativen digitalisiert, um hier präsentiert zu werden. Erleben Sie den Film „Bronsålder“ und die Standbilder der Dreharbeiten – mitten in dem Gebiet, in dem sie vor 70 Jahren entstanden.
Ausstellungsfakten
Produziert vom Vitlycke Museum, Teil der Kulturverwaltung in der Region Västra Götaland.
Ausstellungsproduzentin: Emma Backelin
Dank an unsere Mitwirkenden
Wir danken Mischa Gavrjusjov herzlich dafür, dass er das Bildmaterial großzügig für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Ein besonderer Dank gilt auch Erik Florin Persson, dessen gründliche Forschung und gut formulierte Texte der Ausstellung Tiefe und Kontext verliehen haben.