Die Felszeichnungen bei Litsleby

Die Felszeichnung bei Litsleby liegt zwei Kilometer südlich vom Museum Vitlycke. Die Felsplatte dominiert ein 2,3 m großer Krieger, der sog. Speerwerfer-Gott.

Die Felsplatte von Litslebyhällen beinhaltet circa 250 Bilder – die meisten entstanden Ende der Bronze- und Anfang der frühen Eisenzeit. Die Felsplatte wurde 1751 zum ersten Mal erwähnt und ist damit die am frühesten erwähnte Zeichnung der Welterbestätte. Neben der großen ausgemalten Fläche existiert hier auch eine kleinere nicht ausgemalte Felsplatte mit Zeichnungen rechts von der Holzrampe.

Der Speerwerfer-Gott

Mitten auf der Felsplatte ist ein 2,3 m großer Krieger eingeritzt. Da diese männliche Figur mehrere frühere Felszeichnungen überdeckt, ist man heute der Auffassung, dass sie eine der letzten – wenn nicht die allerletzte Figur – ausmacht, die in diese Platte hineingearbeitet wurde. Eine menschliche Figur dieser Größe ist höchst ungewöhnlich – nur der sog. „Schuster“ aus Brastad kommt in die Nähe der Größe dieses Kriegers. Häufig wurde diese Figur als Kriegsgott gedeutet – möglicherweise ein früher Gott Oden – oder Tyr – den wir auf dieser Felsplatte erkennen.

Boote aus der Eisenzeit

Hier sind mehrere Bootszeichnungen zusehen, die der frühen Eisenzeit entstammen. Die deutlichsten Beispiele der Boote aus der Eisenzeit sind zwei fast identische 2,8 m lange Boote. Sie erinnern stark an das sog. Hjortspringboot, das um 1880 in einem dänischen Moor entdeckt wurde. Das Boot wurde in der frühen Eisenzeit als Kriegsopferboot im Moor versenkt – und ist das einzige erhaltene Exemplar, das an die Boote dieser Ritzungen erinnert, und es stellt damit ein wichtiges Bindeglied für unser Verständnis der Felszeichnungen dar.

Der Kampf bei Tegneby

Von der Felsplatte Litslebyhällen führt ein Pfad in den Wald. Nach ungefähr einhundert Metern gelangt man zu einer fast waagerechten Felsfläche mit Zeichnungen – Tegnebyhällen. Hier ist anscheinend eine Kampfesscene abgebildet. Reiter mit Speeren und rechteckigen Schilden stellen sich zum Kampf. Diese Schilde sind typisch für die frühe Eisenzeit, und somit lässt sich diese Zeichnung entsprechend datieren. Oberhalb der Felsplatte liegt ein Steingrab, ebenfalls aus der Eisenzeit.

So gelangen Sie hierher

Fahren Sie einen Kilometer südlich vom Museum Richtung Kville. Biegen Sie nach rechts ab und fahren Sie einen weiteren Kilometer bis zum Parkplatz links. Die Felszeichnung ist für RollstuhlfahrerInnen angepasst und mit einem taktilen Schild versehen.

Updated: 2017-02-14 10:36